DeutschEnglish
10. Syngate Festival auf der Burg Satzvey am 07.05.2011

TMA feat. Martinson



















Vielen Dank an Gerd Wienekamp, Lutz Hilker und Stephan Schelle für die Fotos.

 Weitere Bilder und Berichte des gesamten Festivals gibt es auf Musikzirkus-Magazin und auf Electronic-Circus


Das Elektronikfestival auf Burg Satzvey, das alljährlich vom Elektroniklabel SynGate veranstaltet wird, feierte am 07.05.2011 sein 10. Jubiläum. Begonnen hat alles am 07.07.2002, im Ambiente des wunderbaren Wasserschlosses in der Eiffel und fand im Mai 2011 nun zum 10. Mal statt. Zahlreiche Besucher und die drei Musikacts machten diesen sommerlichen Tag zu einem musikalischen Vergnügen.

Den Beginn machte Torsten M. Abel, der als TMA firmiert. Er hatte einiges an elektronischem Instrumentarium auf der Bühne aufgebaut. Allerdings agierte er nicht allein bei seinen Stücken, er hatte sich seinen Freund Martin Rohleder aka Martinson zur Seite gestellt, der ihn an der E-Gitarre begleitete. Und man kann hier schon sagen, dass die E-Gitarre der Musik von Torsten sehr gut tut. Ich wünsche mir, dass diese Kollaboration noch weitere Früchte tragen wird.Neben neuen Stücken hatte Torsten auch Tracks seines letzten Albums „Sequentrips“ in sein Set eingebaut. Und gleich der Opener „Circular Movement“ stammt von diesem Album. Eine sehr schöne melodische Nummer die verträumt wirkt. Hier machte sich auch schon Martins E-Gitarre bemerkbar und verfeinerte diesen Track noch.Dann kam „Modular Set“. Der Titel bezieht sich auf das Modularsystem, das Torsten im Hintergrund aufgebaut hatte und das die beiden erst kurz vor dem Auftritt ausprobieren konnten. Es war also nicht klar, was dabei rauskommen würde. Für diese reine Improvisation war das Ergebnis aber mehr als ansprechend, denn die Sequenzer und Martins E-Gitarre gingen eine homogene Verbindung ein. Dabei agierte Martin an den Saiten seines Instrumentes sehr atmosphärisch mit leicht rockigen Ansätzen. Das passte ganz hervorragend zu Torsten Keyboardsounds, denn die Gitarre wirkte unaufdringlich und doch intensiv.Zu Beginn von „Consequencing“ ließ Torsten seinen Humor aufblitzen, denn aus dem elektronischen Gerät kam zunächst eine verfremdete Stimme, die Anweisungen zur Entspannung gab. So sollten sich die Besucher hinsetzen, eine angenehme Position wählen, die Hände auf die Oberschenkel ablegen und die Augen schließen. Das klang für mich nach Wellness und stellte einen Kontrapunkt zu der live dargebotenen Musik. Aus meiner Sicht ein gelungener Wachrüttler, denn die Konzentration war bei allen Anwesenden wieder da, falls sie jetzt schon abhanden gekommen sein sollte. Dieser Track ging dann mit seinen Mellotronsounds stark in die Richtung der „Berliner Schule“. Als Gegenpol bot Martin dann funkige Gitarreneinwürfe, die das Stück locker, flott und rhythmischer machten.Dann folgte mit „Garden Of B“ wieder ein Track vom Album „Sequentrips“. Dieser Track war zunächst sehr atmosphärisch, ja fast ambient. Naturgeräusche unterlegten diese Stimmung auf der Torsten Melodien legte, die aus Xylophon artigen Sounds bestanden. Auch dieser Track wurde von Martin mit seiner Gitarre – dieses mal waren es Wah-Wah-Effekte – verfeinert. Nach einigen Minuten änderte sich aber die Stimmung und pumpende Rhythmen sowie der Drumcomputer sorgten für einen druckvollen Track. In „Dreamland” ließ es Torsten zunächst zirpen und einige elektronische Windströme aus den Boxen entweichen, was zunächst etwas bedrohlich bzw. futuristisch anmutete. Nach wenigen Momenten schälte sich dann aber eine einfühlsame Melodielinie heraus, zu der sich der Drumcomputer und eine von Martin gespielte funkige Gitarre gesellten. Daraus entwickelte sich dann ein loungiger Track.Für die Zugabe holte sich Torsten dann noch Wolfgang Barkowski auf die Bühne, der als Alien Nature bekannt ist. Mit ihm zusammen hat Torsten bereits zwei CDs eingespielt. Und von der letzten gemeinsamen Produktion „Hydra“ stammte dann auch die Zugabe „Eclipse“. Aber entgegen dem Original war bei diesem Stück auch Martin Rohleder an der Gitarre zu hören. Während Wolfgang die Keyboardpassagen übernahm, griff Torsten zu Trommelstöcken und bearbeitete seine E-Drums, die Paukensounds erzeugten. Ein gelungener Abschluss eines sehr schönen Elektronikkonzertes.


Stephan Schelle, Mai 2011




Es ist gute „Bürgerpflicht“, mindestens einmal im Jahr in die wunderschöne Eifel zu fahren. Am vergangenen Wochenende fand auf Burg Satzvey das alljährliche „Satzvey Castle“ Festival bei herrlichstem Sommerwetter statt. Das Motto hieß „Elektronische Musik der Berliner Schule“. Die Besucherzahl war sehr erfreulich und wurde durch die 3 Live-Acts bestens unterhalten.

Los ging es mit „T M A“ feat. Martinson. Torsten Abel hatte sein Modularsystem mitgebracht – ein optischer Genuss in jedem Fall. Martin „Martinson“ Rohleder an der Gitarre sowie bei der Zugabe auch Wolfgang Barkowski (Alien Nature) begleiteten Torsten während des einstündigen bemerkenswerten Konzertes, das im übrigen durch zusätzliche Beleuchtung (initiiert durch Bas Broekhuis) hervorragend in Szene gesetzt wurde.
Von Beginn an nahm Torsten das Publikum mit auf seine Sequenzer- und Rhythmusreise, immer abwechslungsreich und spannungsgeladen. Ein klasse Konzert. Zwei Stücke bestanden aus seinem Soloalbum „Sequentrips“, eines neu arrangiert von der CD „Hydra“ (mit Alien Nature), die restlichen Tracks waren noch unveröffentlicht. Das Torsten ohne Weiteres auch live improvisieren kann (in der heutigen Zeit ja eher mit Seltenheitswert !), bewies er eindrucksvoll beim zweiten Stück „Modular Set“. Von Torsten Abel werden wir zukünftig sicher noch viel Positives zu berichten haben.
Übrigens stammt das beim Ankündigen jedes Live-Acts zu hörende Jingle ebenfalls von Torsten.

Wir freuen uns schon sehr auf dieses sympathische Trio, dass uns auf der diesjährigen SCHWINGUNGEN-GARTENPARTY am 2.7. mehr davon präsentieren wird.

Die Setlist:
1. Circular Movement (von „Sequentrips“) 2. Modular Set (Live Improvisation)
3. Consequencing (extra Track für Satzvey)
4. Garden of B (von „Sequentrips“)
5. Dreamland (ein neues Stück vom neuen Album)

Zugabe:
6. Eclipse (von der“ Hydra“ mit Alien Nature in neuem Arrangement)

Einen Jubiläums-Rückblick gab dann Lother Lubitz unmittelbar vor dem letzten Act: Satzvey Castle 2002-2010 mit vielen Erinnerungsbildern und Kommentaren. Gratulation von uns für mittlerweile 10 erfolgreiche Veranstaltungen.
Auch hier komponierte Torsten Abel die Begleitmusik.

Alles in allem war auch dieses Festival wieder eine wohltuende und „runde Angelegenheit“. Wir können diese Veranstaltung in wunderbarem Ambiente immer wieder neu empfehlen. Eine Reise dorthin lohnt sich immer.


Frank Gerber, Mai 2011




bild1

11

14

14

14

14

14

14


2
3

Bild4

5

6

7

8

9

9

10

10

10

11

11

12

12

12